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Schutz vor Hitze in Wohnung und Gebäude

Durch den Klimawandel nehmen Hitzetage und tropische Nächte in Deutschland zu. Besonders in Städten kann starke Hitze gesundheitliche Risiken verursachen. Daher ist es wichtig, sowohl das eigene Verhalten als auch bauliche Maßnahmen zur Kühlung von Wohnräumen zu berücksichtigen.

Verhalten im Alltag

Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen während der heißesten Tageszeit (11–18 Uhr) und verlegen Sie Aktivitäten möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden. Lüften Sie vor allem nachts und früh morgens und halten Sie tagsüber Fenster, Rollläden oder Jalousien geschlossen, um warme Außenluft und Sonneneinstrahlung fernzuhalten. Ventilatoren verbessern durch Luftbewegung das Wärmeempfinden und verbrauchen deutlich weniger Energie als Klimaanlagen.

Schalten Sie nicht benötigte Elektrogeräte aus, da diese zusätzliche Wärme erzeugen. Kühlen Sie Ihren Körper bei Bedarf z. B. mit Fußbädern oder kühlenden Sprays. Lassen Sie weder Menschen noch Tiere längere Zeit in geparkten Fahrzeugen zurück. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte mögliche Auswirkungen von Hitze mit seinem Arzt besprechen und auf eine geeignete Lagerung achten.

Bauliche Maßnahmen

Bereits bei Neubauten oder Sanierungen sollte ein wirksamer sommerlicher Hitzeschutz berücksichtigt werden. Besonders wichtig sind außenliegende Sonnenschutzsysteme wie Rollläden, Jalousien oder Schiebeläden, da sie die Sonnenwärme bereits vor dem Fenster abfangen. Gut gedämmte Wände und Fenster reduzieren ebenfalls den Wärmeeintrag.

Kleinere, gut geschützte Fenster, Verschattung durch Dachüberstände, Balkone oder Bäume sowie begrünte Dächer und Fassaden verbessern das Raumklima zusätzlich. Nachtlüftung bleibt dennoch die wirksamste Methode, um aufgeheizte Räume wieder abzukühlen. Wärmepumpen mit Kühlfunktion oder Erd- bzw. Eisspeichersysteme können Räume energieeffizient temperieren.

Einsatz von Klimageräten

Falls Räume trotz aller Maßnahmen überhitzen, sollten möglichst energieeffiziente und geräuscharme Klimageräte verwendet werden. Empfehlenswert sind Geräte der Effizienzklasse A+++ mit klimafreundlichen Kältemitteln wie Propan (R-290). Die Kühltemperatur sollte nur wenige Grad unter der Außentemperatur liegen und möglichst nicht unter 26 °C eingestellt werden.

Split-Klimageräte arbeiten am effektivsten, müssen jedoch fachgerecht installiert und sparsam betrieben werden. Mobile Klimageräte sind dagegen vergleichsweise ineffizient und sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.