In der dunklen und nassen Jahreszeit steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr deutlich. Schlechte Sicht durch Dunkelheit, Nebel und Nässe sowie rutschige Straßen erfordern besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit von allen Verkehrsteilnehmern – insbesondere von Autofahrern, die mit ihrem Fahrzeug größere Schäden verursachen können.
Statistiken zeigen, dass im Winter deutlich mehr Fußgänger und Radfahrer verunglücken. Dunkle Kleidung erschwert ihre Sichtbarkeit, weshalb reflektierende Kleidung und Warnwesten empfohlen werden. Autofahrer sollten ihr Tempo anpassen, den Sicherheitsabstand einhalten und besonders an Kreuzungen sowie beim Abbiegen aufmerksam bleiben.
Ein spezielles Risiko stellen Dooring-Unfälle dar – wenn Autotüren ohne Schulterblick geöffnet werden. Der sogenannte „Holländische Griff“ (Dutch Reach) hilft, solche Unfälle zu vermeiden, indem man die Tür mit der weiter entfernten Hand öffnet und dann automatisch nach hinten schaut.
Beim Überholen von Radfahrenden ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts vorgeschrieben (2 Meter außerorts). Besonders bei nassen Straßen oder Laub müssen Autofahrer mit plötzlichen Ausweichbewegungen von Radfahrern rechnen. Das Parken oder Halten auf Radwegen und Schutzstreifen ist verboten und gefährlich, da Radfahrende dadurch in den fließenden Verkehr gedrängt werden.
Auch an Bushaltestellen gilt erhöhte Vorsicht: Wenn Busse halten oder Fahrgäste ein- und aussteigen, dürfen Autofahrer nur mit Schrittgeschwindigkeit und ausreichend Abstand vorbeifahren – notfalls müssen sie anhalten. Das gilt besonders an Schulbushaltestellen, da Kinder oft unachtsam reagieren.
