Energiesparen bedeutet, die gewünschte Leistung mit weniger Endenergie zu erreichen. Das heißt zuerst, was brauche ich überhaupt?
Leerlaufverluste
Viele Elektrogeräte verbrauchen auch dann Energie, wenn sie ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen: im Leerlauf. Standby ist die bekannteste, aber nicht die einzige Form dieser Energievergeudung. Immer mehr Elektrogeräte haben keinen Schalter mehr, der sie vom Netz trennt. Allein in Deutschland kostet der Stromverbrauch durch Leerlaufverluste mehrere Milliarden Euro pro Jahr (Quelle: UBA)
Eine Spielekonsole verbraucht z.B. ca. 15 W im Standby, was im Jahr 22 Euro Kosten verursacht. Das klingt nach nicht viel, aber wenn man mal schaut, wie viele solche Dinge es im eigenen Haushalt gibt, summiert sich das ordentlich.
Licht
Heute beherrschen LED-Lampen den Markt – sie sind effektiv (viel mehr Licht statt Wärme), halten sehr lange, können auch unterschiedliche Leuchtfarben und sind inzwischen preiswert. Wer noch die Watt-Angaben der Glühbirnen gewohnt ist, tut sich mit den Angaben für LEDs aber schwer. Hier eine grobe Aufstellung:
- 40 W Glühbirne > 400-500 lm > 4-6 W LED
- 60 W Glühbirne > 700-800 lm > 7-10 W LED
- 100 W Glühbirne > 1300 – 1500 lm > 12-15 W LED
Mit lm (Lumen) wird die Helligkeit angegeben. LEDs benötigen also viel weniger Watt für die gleiche Helligkeit. Aber auch die Ausbreitung des Lichts und das Design sollte man beachten.
Wäsche waschen
Maschinen immer voll machen und dann starten, wenn man z.B. selber PV-Strom produziert und dieser ausreichend zur Verfügung steht. Ende Februar gab es schon längere sonnige Tage mit viel PV-Strom.
Einen Wäschetrockner sollte man vermeiden. Die effektivste Trocknung ist an der Luft, auf der Leine (kein Stromverbrauch). Moderne Trockner basieren auf einer Wärmepumpe und verbrauch leicht die Hälfte an Strom als ältere Geräte.
Kühlen im Haushalt
Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen bis zu einem Fünftel des Stroms im Haushalt. Braucht es jedes Gerät, laufen ggf. sogar zwei und sind halb voll?
Batterien
sind eine schöne Sache, machen unabhängig vom Stromnetz. Allerdings werden große Mengen an Energie und Rohstoffen für die Herstellung benötigt, oft auch Schwermetalle. Umweltfreundlicher und auf lange Sicht billiger sind Alkali-/Mangan-Akkus. Dennoch ist der Verzicht auf Batterien noch besser, oder man betreibt ein Gerät mit kleinen Solarzellen oder lädt damit diese Akkus.
Energieeffizienz
Beim Kauf neuer Geräte sollte man auf den Energieverbrauch achten. Manche lassen sich inzwischen auch steuern (z.B. zum Start, wenn die PV-Anlage Strom produziert, oder nachts, wenn man bei einem dynamischen Stromtarif weniger bezahlt)
